• Aufgaben
  • Was macht eigentlich ein Berufsverband?

    Berufsverbände arbeiten nach außen für die Bündelung der Interessen ihrer Mitglieder (Berufsangehörigen) und betreiben Lobbyarbeit, um auf diese Weise die Verwirklichung der Interessen (z.B. die staatliche Anerkennung) voranzubringen.

    Nach innen verstehen sich Berufsverbände als ein Forum, in dem berufsspezifische Fragen diskutiert und gemeinsame Grundsätze und Ziele formuliert werden.

     

  • Warum ist es wichtig im DBOTA Mitglied zu sein?

    Als geschlossene Gruppe von Berufsangehöriger der operationstechnischen Assistenz erhält man mehr politische Aufmerksamkeit.

    Bisher wurden die Interessen der OTAs nur durch Institutionen vertreten die eher Arbeitgeberinteressen fokussieren.

    Das kann zu einer Benachteiligung im Berufs- sowie im Tarifrecht führen. Da die Arbeitgeberinteressen meist wirtschaftlich geprägt sind.

    Wir wollen als Berufsgruppe mitbestimmen wohin unser Weg geht!

  • Staatliche Anerkennung
  • Warum ist die staatliche Anerkennung wichtig?

    Anerkannt vs. nicht-anerkannt

    Welche Ausbildungsberufe anerkannt sind und welche nicht sowie die Rechte und Pflichten als Auszubildender regelt das Berufsbildungsgesetz, kurz BBiG bzw. Landesrechtlich geregelte Ausbildungen werden durch Schulgesetze, Richtlinien und Erlasse in den einzelnen Bundesländern geschaffen. Für die Vergleichbarkeit sorgen Rahmenvereinbarungen der Kultusministerkonferenz (KMK). Bundesrechtlich geregelt sind schulische Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen (z.B. Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Hebamme/Entbindungspfleger). Der rechtliche Rahmen wird durch Gesetze im Gesundheitswesen und die dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen des Bundes vorgegeben. Auf Basis dieses Gesetzes gibt es wiederum Ausbildungsordnungen. Diese regeln die sachliche und zeitliche Gliederung.

    Es gibt also gute Gründe für Unternehmen, nicht-anerkannte Ausbildungen anzubieten. Einige davon haben wir hier aufgelistet:

    • Die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten bzw. Assistentin ist nicht staatlich geregelt und somit auch kein anerkannter Ausbildungsberuf. Dennoch werden OTAs immer beliebter und werden verstärkt gebraucht.
    • Die Ausbildungsvergütung und auch das Entgelt nach Abschluss der Ausbildung variiert sehr stark. Nur der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes hat 2017 in der Entgeltordnung festgelegt wie OTA und auch ATA zu vergüten sind. Für kirchliche Träger gilt diese Ordnung nicht!
    • Veraltetes Berufsfeld: Traditionelle Berufe wie die Weiterbildung zur Fachgesundheits- und Krankenpflegekraft für den Operationsdienst haben an Attraktivität verloren, da die Ausbildungsdauer mit über 5 Jahren einfach zu lang ist. Die Teilnehmerzahlen sind seit Jahren rückläufig.
    • Extrem speziell: Außerdem sind  die Aufgaben und Anforderungen eines OP- Betriebes sehr speziell. Sie benötigen somit eine gezielte Expertise.

    Ablauf einer nicht-anerkannten Ausbildung

    Im Prinzip funktioniert eine nicht-anerkannte Ausbildung wie eine duale Ausbildung: Die Kollegen bringen dir das notwendige Know-how bei, damit du schnell im Tagesgeschäft des Unternehmens Aufgaben übernimmst. Jedoch besuchst du keine Berufsschule im klassischen Sinne sondern lediglich eine Schule die von der Deutschen Krankenhausgesellschaft anerkannt ist. Die Ausbildungsinhalte sind von Schule zu Schule sehr unterschiedlich, auch die Qualifikation der dort arbeitenden Lehrkräfte. Die Qualität der Ausbildung ist also sehr beliebig, da es keine verbindlichen Gesetze gibt.

    Zudem brauchst du bei einer nicht-anerkannten Ausbildung auch keine Abschlussprüfung vor einer Kammer ablegen. Das bedeutet aber auch, es gibt kein offizielles Ausbildungszeugnis. Die Berufsbezeichnung der /des Operationstechnischen Assistentin/ Assistenten ist nicht geschützt.

    Innerhalb des Krankenhauses wird auch eine nicht-anerkannte Ausbildung wie die des OTA akzeptiert. Problematisch kann es erst werden, wenn durch ein Unterlassen bspw. einer Zählkontrolle oder ein Verstoß gegen das Medizinproduktegesetz bzw. gegen die  Medizinprodukte Betreiberverordnung ein haftungsrechtlicher Anspruch durch einen Patienten erhoben wird. Ebenfalls bleiben dir, durch die fehlende staatliche Anerkennung,  bspw. die Berufsausbildungsbeihilfe, Bafög oder ähnliche Sozialleistungen verwehrt. Im Falle einer Arbeitslosigkeit giltst du als ungelernt.

    Außerdem setzen viele Studiengänge, Weiterbildungen und Umschulungen einen anerkannten Berufsabschluss voraus. Da der Beruf OTA keinen anerkannten Berufsabschluss darstellt, bleibt der Zugang zu den meisten Hochschulen und Weiterbildungen verschlossen. Lediglich Weiterbildungen mit DKG Anerkennung können auch von OTAs absolviert werden. Jedoch ist das Angebot der Bildungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt.

    Mach dich stark für die staatliche Anerkennung! Nur gemeinsam sind wir stark.

  • Kosten
  • Was kostet die Mitgliedschaft jährlich?
    Ordentliche Mitglieder

    Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten 100€/Jahr

    Medizinisch-technische Assistenten im Operationsdienst 100€/Jahr

    Operationstechnische Angestellte 100€/Jahr

    Auszubildende und Studenten (Nachweis erforderlich)  50€/Jahr

    Nicht ordentliche Mitglieder

    Fachgesundheits- und Krankenpflegepersonal OP 50€/Jahr

    Pflegepädagogen/ Medizinpädagogen/Lehrer für Pflegeberufe 50€/Jahr

    Fördernde Mitglieder

    Fachfremde Personen 50€/Jahr

    Firmen 50€/Jahr

    Korporative Mitglieder

    OTA-Schulen und Bildungszentren 100€/ je 30 Auszubildende

  • Leistungen
  • Welche Leistungen umfassen eine Mitgliedschaft?
    • 6x jährlich kostenlos die Fachzeitschrift “Im OP” des Thieme-Verlags
    • kostenlose Erstberatung zu rechtlichen Aspekten über unsere Justiziare Dr. Weimer & Bork
    • Beratung: schriftlich, telefonisch oder persönlich zu Problemen, zur beruflichen Karriereplanung, Arbeitsrechts- und Tariffragen, zu Problemen aus dem Arbeitsbereich und zur beruflichen Selbständigkeit
    • Information: durch die Zeitschrift „ImOP“ des Thieme-Verlages , durch Stellungnahmen zu beruflichen Fragen, und Veranstaltungen,
    • Schulung: in Form von Fort- und Weiterbildungen und Symposien