Geschichte

1914 1914
1940 1940
1960 1960
1970 1970
1980 1980
1990 1990

1914

Der Ursprung findet die heutige Ausbildung zur/zum Operationstechnischen Assistentin/Assistenten in Amerika. Im ersten Weltkrieg wurde in den Feldlazaretten zusätzliches OP-Personalbenötigt. Da man Krankenschwestern nicht ins Schlachtfeld schicken wollte, rekrutierte man kurzerhand Sanitäter. Diese wurden in den heimischen Hospitälern in sogenannten Training-on-the-Job Programmen für die Aufgaben im OP-Saal geschult  und als Operating Room Technican (ORT) an die Front gesandt.

Nach dem Koreakrieg (1953) gab es in den amerikanischen Krankenhäusern einen großen Mangel an qualifizierten OP-Personal. Man rekrutierte ehemalige ORTs für die Aufgabe der Springertätigkeit im OP. Die Instrumentiertätigkeit blieb den Krankenschwestern (ORN) vorbehalten. 1967 begann die Association of perioperative registered Nurses (AORN) die Ausbildung der ORTs zu systematisieren. 1973 wurden Sie dann als unabhängiger Beruf anerkannt. Kurze Zeit später gründet sich die Association of Surgical Technologists (AST). Schließlich entwickelte sich aus den Beruf des ORTs die Surgical Technologists. 

1940

 

Auch in England hatte man in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts einen Mangel an Personal im Operationsbereich. Man wollt nach amerikanischen Vorbild einen ähnlichen Beruf erschaffen, der in der Lage war die Aufgaben einer “Theatre Nurse” zu übernehmen. So entstand das Berufsbild des “Operating Department Assistant”. Auch dieser Beruf hatte Jahrzehnte für die staatliche Anerkennung sowie eine einheitliche Ausbildung zu kämpfen. Heute hat sich der Beruf in England unter dem Namen des “Operating Department Practitioner” etabliert. Seine Aufgaben unterteilen sich in “Anästhetic” (präoperative Versorgung), Surgery (perioperative Versorgung) und Recovery (postoperative Versorgung). Die Ausbildung dauert zwei Jahre.

1960

Ende der 60er Jahre hat auch die Niederlande, ein Berufsprofil entwickelt, welches den wachsenden Personalmangel in den OP-Abteilungen entgegen-wirken sollte. Der Beruf des „Operatie Assistent“ wurde 1977 mit Hilfe der NDC (jetziger niederländischer Pflegeverband) in den Niederlanden staatlich geregelt und anerkannt.

1970

In der Schweiz begann 1972 der erste Ausbildungsgang für “Technische Operations-Assistenten”. Die Ausbildung zählt bis heute als Vorbild für den Beruf des Operationstechnischen Assistenten. Der TOA hat sich in der Schweiz unter der neuen Berufsbezeichnung “Fachfrau/-mann für Operationstechnik” etabliert und wird an höheren Berufsfachschulen ausgebildet.

1980

Nach einem langen Bürgerkrieg 1984 war das Gesundheitssystem in Mosambik marode. Chirurgen waren knapp. So schulte man Surgical Technologists um diese Lücke vorallem in ländlichen Gegenden zu schließen. Die STs führen sämtliche Notfalleingriffe sowie geburtshilfliche Eingriffe selbstständig durch. Man schätzt das 90% der Sectio´s in Mosambik von STs durchgeführt werden.

1990

Anfang der 90er Jahre startete die erste Ausbildung zum “Operations-technischen Assistentinnen und Assistenten” in Mühlheim/Ruhr. Die spezialisierte OP-Ausbildung war primär die Antwort auf den Fachkräftemangel im OP und wurde gemeinsam von Ärzten und Pflegenden entwickelt. Die Ausbildung dauerte zunächst zwei Jahre. 

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